DIE NÄHRSUBSTANZEN IN ALOE VERA
Wednesday April 25th 2012, 8:54 am
Filed under: Aloe vera Pflanze  Tagged

0
 

Zahlreiche Wissenschaftler haben sich weltweit mit der Bestimmung der Inhaltsstoffe und deren Wirkung beschäftigt. Mit Hilfe neuester technischer Analysemethoden wurden bis heute 160 Inhaltsstoffe nachgewiesen. Universitäten sind mit der Erforschung weiterer Inhaltsstoffe und deren Zusammenwirken beschäftigt.

Saccharide:

Acemannan

Glukuronsäure

Glukose

Mannose

Galaktose

Uronsäure

Manuronsäure

Zellulose

Aldopentose

Xylose

Galakturonsäure

Rhamnose

Arabinose

Anthrachinone:

Barbaloin       Aloin Anthranol       Anthracen Aloesäure       Emodin

Isobarbaloin   Aloe Emodin Zimtsäure     Resistannol Chrysophansäure

Enzyme in der Aloe vera Pflanze:

Oxidase Amylase Bradykynase   Zellulase

Katalase        Lipase    Oxidase Phosphatase

Pentosane      Aliinase   Protease

Creatine-Phosphokinase

Lactic-Dehydrogenase

5′ Nucleotidase

SPGT Transaminase

SGOT Transaminase

Aminozucker:

Glucosamin     Galactosamin

 

Vitamine:

Vitamin A Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B3 Vitamin B6 Vitamin C Vitamin E Niacin Carotin Beta Carotin Cholin Folsäure

Mineralstoffe:

Aluminium Eisen Kalium Zink

Kalzium

Kupfer

Chrom

Schwefel

Natrium

Magnesium

Chlor

Mangan

Phosphor

Aminosäuren (Eiweißbausteine):

Lysin Threonin Valin Tyrosin Aspartan

Histidin Glutamin Glycin Alanin

Prolin Salin Leucin Glycerin

Hydroxyprolin Asparagin Isoleucin Phenylalanin

Cystin Arginin Serin Methonin

Fettsäuren:

Cholesterol     Campesterol    Beta-Sitosterol    Lupeol

Des Weiteren enthält die Aloe Vera Pflanze:

Lignine, Saponine Salizylsäure ätherische Öle



Woher kommt der Nährstoffmangel?
Thursday January 05th 2012, 5:47 am
Filed under: Uncategorized  Tagged ,

0
Auch wenn Sie sich bewusst und gesund ernähren, wenn Ihr Tisch abwechslungsreich mit Obst und Gemüse gedeckt ist, können Sie nicht sicher sein, dass Sie Ihren Körper immer ausreichend mit all jenen Nährstoffen versorgen, die er braucht, um gesund und leistungsfähig zu sein. Vorgaben für Mindest- und Höchstwerte an benötigten Nährstoffen sind mit Vorsicht zu genießen. Denn was wir brauchen, hängt von den individuellen Veranlagungen und Lebensgewohnheiten ab. Ganz abgesehen davon, dass
sich die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) an gesunde Menschen richten und Patienten mit besonderem Nährstoffbedarf nicht berücksichtigen. Dennoch ist unumstritten, dass unsere Nahrungsmittel immer mehr an Wert verlieren. Wie nährstoffarm sie inzwischen geworden sind, sehen Sie zum Beispiel an einer der Empfehlungen der DGE: Fünfmal täglich Obst oder Gemüse zu essen, um Defizite im Nährstoffgehalt auszugleichen – und das ist im Alltag leichter gesagt als getan.

Der Prozess scheint sich nicht aufhalten zu lassen: Unsere Lebensmittel werden immer ärmer an wichtigen Inhaltsstoffen. Die Ursachen für den Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und anderen lebenswichtigen Nährstoffen sind äußerst vielfältig. Die Gründe dafür können ebenso in der Herstellung der Nahrungsmittel liegen wie in der Lagerung. Aber auch Ihre persönlichen Ernährungs ¬und Lebensgewohnheiten können dazu beitragen, dass Ihr Körper nicht ausreichend mit dem Nötigen versorgt wird -ebenso wie eine verminderte Resorptionsfähigkeit (Aufnahmevermögen).

Vorzeitige Ernte
Es ist hinlänglich bekannt, dass Früchte und Gemüse aus fernen Ländern in den meisten Fällen geerntet werden, ehe sie ganz reif sind, damit sie den Transport »unbeschadet« überstehen. Leider reifen die wenigsten Sorten während der Reise oder vor Ort (ausreichend) nach. Und das äußert sich nicht nur im Geschmack, sondern eben auch in einem verminderten Nährstoffgehalt. Um dieses Dilemma zu umgehen, empfiehlt es sich, beim täglichen Einkauf vorwiegend auf Saisonware und auf Produkte aus heimischer Ernte zurückzugreifen.

Schlechte Bodenbeschaffenheit
Die Böden, auf denen unser Gemüse wächst und Obst angebaut wird, sind häufig ausgelaugt, alkaliarm und stickstoffhaltig. Das wirkt sich auch auf den Nährstoffgehalt aus. Eine gute Alternative sind Waren aus biologischem Anbau.
Unsachgemäße Lagerung
In den Lagerhallen, wo Gemüse und Obst nach der Ernte auf den Transport warten, herrschen nicht selten katastrophale Zustände: Von schimmeligen Wänden gelangen Pilzsporen in die Transportsäcke (was vor allem bei Nüssen und Getreide häufig der Fall ist). In Ländern mit feucht¬warmem Klima können zudem Bakterien die gelagerten Lebensmittel verunreinigen.

»Verseuchte« Nahrungsmittel
Überdüngung, Fische aus belasteten Gewässern, Vollkorn, das mit quecksilber¬haltigen Fungiziden behandelt wurde: Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie sich Umweltverschmutzung und falsche Behandlung auf den Schadstoffgehalt in unseren Lebensmitteln auswirken. Auch in diesem Fall sind Sie sicherer beraten, wenn Sie sich für Produkte aus ökologischem Anbau entscheiden, der auf künstliche Düngung und Ähnliches verzichtet.

Verarbeitung und Konservierung
Die moderne Lebensmittelindustrie setzt immer wieder auf Verarbeitungsverfahren, bei denen wichtige Vitamine und Spurenelemente verloren gehen. Das Sterilisieren von Nahrungsmitteln beispielsweise reduziert den natürlichen Gehalt an Vitamin C und B6. Aluminiumsalze, die zur Haltbarmachung verwendet werden, können im Körper toxische Belastungen hervorrufen. Durch Kochen und Garen gehen Vitamin C und Folsäure zu einem großen Teil oder völlig verloren. Umgehen Sie dieses Problem, indem Sie unbe¬handelte beziehungsweise möglichst wenig bearbeitete Lebensmittel kaufen und diese schonend zubereiten.
Ernährung und Lebensführung
Ein Nährstoffmangel hängt jedoch nicht nur von der Qualität der Nahrungsmittel selbst ab, sondern auch stark von Ihrer persönlichen Ernährungsweise und dem individuellen Lebensstil.

Einseitige Auswahl und gestörtes Essverhalten
Bulimie und Magersucht (Anorexia nervosa) sind selbstverständlich zwei Extreme, obwohl immer mehr (vor allem junge Menschen) davon betroffen sind. Aber auch eine »gemäßigte« Essstörung kann Mangelerscheinungen hervorrufen. Wenn Sie sich zum Beispiel sehr einseitig ernähren oder sich nie richtig Zeit zum Essen nehmen, geht das nicht selten auf Kosten des Nährstoffgehalts.

Ungedeckter Mehrbedarf
In bestimmten Lebenssituationen – etwa wenn Sie schwanger sind oder stillen, wenn Sie krank waren oder im Alter -benötigen Sie von bestimmten Nährstoffen besonders reichlich. Das Gleiche gilt, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen (zum Beispiel Diuretika oder Kontrazeptiva, also harntreibende oder empfängnisverhütende Mittel), einen erhöhten Alkoholkonsum haben oder stark rauchen. Auch während einer Reduktionsdiät ist die optimale Versorgung mit Nährstoffen häufig nicht gesichert – vor allem bei so genannten Crashkuren.

Falsche Speisenzubereitung
Durch langes Kochen werden wichtige Mineralstoffe und Vitamine oft zerstört, wodurch der Nährstoffgehalt eines Lebensmittels sinkt. Essen Sie deshalb häufig Rohkost und rohes Obst und dünsten Sie beim Kochen Gemüse immer nur so lange in etwas Wasser oder Fett, dass es noch schön knackig bleibt.

Störungen der Nahrungsaufnahme
Eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kann darüber hinaus auch durch Resorptionsstörungen entstehen.

Nahrungsmittelallergien
Wenn Sie auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren, nehmen Sie automatisch zu wenig von den Nährstoffen auf, die in den entsprechenden Lebensmitteln enthalten sind.

Geschädigte Darmflora
Wie gut Sie Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen können, hängt von der Beschaffenheit der Darmschleimhaut und der Zusammensetzung der Darmflora ab. Toxische Ablagerungen von in der Leber unzureichend abgebauten und nicht über die Nieren ausgeschiedenen Giftstoffen in der Darmschleimhaut und ein durch Krankheiten geschwächtes Immunsystem mit Auswirkungen auf die Darmflora verringern die Nährstoffaufnahme.

Leber-Galle-Erkrankungen
Wenn Sie unter einer Erkrankung von Leber und Galle leiden, ist die Verdauung ebenfalls beeinträchtigt. Leberstörungen führen zu einer Störung der Eiweiß- und
Aminosäuresynthese – also der körpereigenen Produktion von Eiweiß und seinen Bausteinen -, zu einer reduzierten Zink-Speicherung und einer eingeschränkten Verwertung von Vitamin B6.

Magen-Darm-Erkrankungen
Wenn Sie Abführmittel nehmen, unter chronischem Durchfall oder einer Darmkrankheit wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, gelangen einige Nährstoffe nicht in den Blutkreislauf, was zwangsläufig zu einem Nährstoffmangel führt.

Pilze und Parasiten
Pilze und Parasiten breiten sich oft jahre¬lang unbemerkt im Körper aus, wo sie sich von Nährstoffen aus der Blutbahn ernähren. Bis die Schmarotzer aufgrund ihrer Symptome erkannt werden, sind sie deshalb wahre Nährstoffräuber.



Aloe vera bei Abszessen, AIDS, Blutarmut und Blutungen
Tuesday July 12th 2011, 5:02 pm
Filed under: Aloe vera Pflanze  Tagged

0
Abszesse

Durch Bakterien können sich am ganzen Körper Eitergeschwülste, Furunkel oder Eiterbeulen bilden, die zu Abszessen füh­ren. Sie schmerzen, je nach Größe und Stärke der Entzündung. J. Reinigen Sie zunächst gründlich die Hände und die Partie um den Abszess.

Schneiden Sie ein ein bis zwei Zentime­ter dickes Stück vom Aloe-vera-Blatt, geben Sie zwei bis drei Tropfen Öl darauf und reiben Sie damit mehrmals vorsich­tig über die entzündete Stelle. Wieder­holen Sie die Prozedur zweimal täglich.

> Alternativ betupfen Sie den Abszess zwei- bis dreimal täglich mit Aloe-Saft.

AIDS

Das HI-Virus schwächt das Immunsystem so lange, bis es zusammenbricht und die Krankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) ausbricht. Erkrankun­gen von Lymphsystem, Lunge und Haut können ebenso eine Folge des HIV sein wie andere Infektionskrankheiten. Aloe kann helfen, das Immunsystem zu stärken und die AIDS-Symptome zu lindern. Betroffene Hautstellen behandeln Sie zwei- bis dreimal täglich mit einem Aloe-vera-Frischblatt, auf das Sie ein paar Tropfen Öl geben.

> Als Richtlinie für die innere Einnahme (die individuell bis auf 500 Milliliter gesteigert werden kann) gilt: dreimal täglich 200 Milliliter Aloe-vera-Saft.

Blutarmut

Wenn Teint und Lippen blass sind, Sie jede Erkältung auffangen, sich antriebslos und energiearm fühlen, unter Ohrgeräu­schen, Kopfschmerzen oder gelegentlichem Schwindel mit Flecken vor den Augen neigen, kann Blutarmut die Ursache sein: Ihr Körper produziert nur unzureichend rote Blutkörperchen. Um sicherzugehen, lassen Sie vom Arzt Blut abnehmen und die Laborwerte bestimmen. Durch die regelmäßige Einnahme von Aloe-vera-Saft unterstützen Sie den Blutbildungsprozess im Knochenmark, denn die Aloe verfügt über zahlreiche Inhaltsstoffe, die für die Blutbildung unerlässlich sind. Beginnen Sie bei Blutarmut mit zweimal je 25 Milliliter täglich und steigern Sie die Dosis lang­sam auf dreimal 20 Milliliter.

Blutungen

Zur Blutstillung ist Aloe das perfekte na­türliche Erste-Hilfe-Mittel. In jedem Haus­halt sollte daher zur (Erst-)Versorgung von Schnitt- und Schürfwunden eine Aloe-Pflanze stehen.

> Schneiden Sie eine Scheibe vom Frisch­blatt ab, reinigen Sie die Wunde mit Wasser und streichen Sie dann mit der Aloe sanft über die betroffene Partie. Das Gel bildet dort sehr schnell einen schützenden Film.

NICHT ZU KALT LAGERN

Durch Kälte werden die wertvollen Inhaltsstoffe der Aloe vera Pflanze zerstört, lagern Sie daher ein Frischblatt nicht im Kühlschrank und stellen Sie keine Eiswürfel aus Aloe-Saft her, in der Hoffnung, Sie würden damit das Abschwellen entzündeter Gelenke beschleunigen.



Akne, Verbrennungen und Insektenstiche mit der Aloe Vera behandeln
Thursday February 24th 2011, 9:05 am
Filed under: Aloe vera Pflanze  Tagged , ,

0

Brandverletzungen mit Aloe heilen

Die Aloe wurde von unseren Ahnen im Übrigen “Erste Hilfe Pflanze” geheißen. Man hat empfohlen, die Aloe Pflanze am Fensterbrett zu positionieren, so war die Pflanze ständig gleich bei der Hand. Die Begründung hierfür: Die meisten Unfälle in einer Kochstube waren dereinst ganz bestimmt Brandverletzungen durch das Arbeiten an einem offenen Feuer wie auf der aber und aber mal heißen Kochplatte. In der Tat ist die Aloe vera Pflanze dazu die perfekte Medizin. Trägt man den Aloe vera-Saft auf die verletzte Stelle auf, dann wirkt es antiseptisch wie auch schmerzlindernd.  Bandagieren sie die Verbrennung mit einem Lappen, das sie mit Aloe vera getränkt haben. Für den Abend kann darauffolgend ein einfacher, auf keinen Fall behindernder Umschlag angedacht werden.

Insektenstiche

Den von den Weißen verfolgten Indianern Nordamerikas, die sich häufig in Sumpfgebieten versteckten, soll es lange Jahre gelungen sein, ihren Verfolgern das Mittel zu verheimlichen, warum sie nicht wie diese von den lästigen Moskitos angefallen und eben auch zerstochen wurden. Ganz einfach: Sie rieben ihre Körper mit Aloe-Saft ein, und der Geruch hielt die Mücken fern. Aber auch wenn Sie bereits gestochen worden sind, leistet die Aloe durch ihrer antibakteriellen Wirkung gute Dienste: Der Stich heilt rascher ab, und die Stelle kann sich nicht entzünden. Tragen Sie deshalb auf die Einstichstelle sofort etwas Aloe auf.

Mit der Aloe vera Pflanze Akne behandeln

Noch vor kurzer Zeit wurden in Gesundheitsfibeln zur akuten Behandlung von Akne alkoholische Lösungen, schwefelhaltiger Puder und Antibiotika empfohlen, obschon der Saft von einer Aloe vera-Pflanze in unzähligen Aufzeichnungen seit der Antike als ideales Pharmazeutikum für Probleme mit der Haut betrachtet wird. Es wird vor allem empfohlen, sich vor dem Zu Bett gehen das Gesicht mit Aloe vera Saft einzucremen. Bitte nicht auf der Stelle abwaschen, sondern ein bisschen wirken lassen! Wenn nach zehn Tagen keine sichtbare Verbesserung der Akne eintritt, nimmt man zur Förderung jeden Vormittag 1 Kleinen Löffel Aloe vera-Saft ein. Das vereitelt insbesondere eine Bildung von Narbengewebe bei Akne.



Geschichten von der Aloe vera Pflanze
Thursday February 17th 2011, 5:34 pm
Filed under: Aloe vera Pflanze  Tagged ,

0
Wenn die Aloe vera Pflanze unter dem Absingen solcher Beschwö­rungsformeln langsam getrocknet war, wurde sie im Mör­ser zerstoßen und zerrieben, das Pulver wieder angefeuch­tet und als Medizin verwendet. Die nicht benötigten Reste wurden vom Medizinmann eingesammelt und in Beuteln aus Tierhäuten aufbewahrt. Das Pulver konnte also über­allhin mitgenommen werden und war durch Beimengung von Wasser auch sofort wieder einsatzbereit.

Wenn man die durchaus freundlichen Beschwörungs­rituale einmal außer Acht lässt, handelt es sich um eine Konservierungsmethode, die sich besonders auf längeren Jagdzügen und im Krieg als vorteilhaft erwies. Michael A. Weiner bemerkt dazu in seinem Buch »Indianermedizin« (1988), dass die Ureinwohner Nordamerikas auf Grund ihres unruhigen und gefährlichen Lebens zu Experten in der Behandlung von Wunden wurden und ohne Laborato­rien zur chemischen Analyse, allein durch ihre Erfahrung, Heilpflanzen richtig einsetzen konnten. Weiner zitiert Dr. Eric Stone:

»Es genügt zu sagen, dass alle militärischen und medizini­schen Beobachter, die mit den Indianern in Kontakt ka­men, darin übereinstimmen, dass sie sich in den meisten Fällen von Verwundungen schneller als Weiße erholten, und das nach Verletzungen, die für einen Weißen tödlich gewesen wären. Bourke berichtet von zwei Indianern, die aus einem Militärhospital entlassen worden waren, damit sie bei ihren Angehörigen sterben könnten. Sobald sie von ihren eigenen Medizinmännern behandelt wurden, mach­te ihre Genesung rapide Fortschritte. Zu einer Zeit, als Schussverletzungen, bei der die Blase in Mitleidenschaft gezogen wurde, für einen Weißen immer tödlich waren, schienen die Indianer eine solche Verletzung problemlos zu überstehen. Loskiel untersuchte einen Mann, dem ein Bär das Gesicht zerfleischt, den Brustkorb eingedrückt, sämtliche Gliedmaßen aufgerissen und den Unterleibe aufgeschlitzt hatte. Dieser Mann konnte noch vier Meilen bis zu seinem Dorf zurückkriechen und war nach sechs Monaten vollständig genesen, zurück blieben nur unzäh­lige Narben. Solche Berichte gibt es zu Hunderte, da alle Beobachter von dieser Fähigkeit, schreckliche Verwun­dungen zu überleben, stark beeindruckt waren. «

Und wieder ist es die Aloe vera, die sich zur Heilung solcher Wunden als am wirksamsten erwiesen hat. In den USA hat es sich das »Aloe Vera Research Institute« in Cypress, Kalifornien seit einigen Jahren zur Aufgabe ge­macht, diese Wirkung wissenschaftlich zu erforschen. Wir kennen also inzwischen die chemische Zusammensetzung der Aloe-vera-Pflanze. Sie enthält neben den Vitaminen A, C und E vor allem einen hohen Anteil verschiedener Aminosäuren, die für die Eiweißbildung und den Protein­haushalt des Körpers von größter Wichtigkeit sind. Man­che davon bildet der Körper normalerweise selbst, einige müssen durch die Nahrung zugeführt werden. Dazu ge­hört die Aminosäure Lysin, die in der Aloe vera in hoher Konzentration enthalten ist, aber auch Arginin und Methionin. In alphabetischer Reihenfolge sind folgende le­benswichtige Aminosäuren in der Aloe vera enthalten:

• Alanin

• Arginin

• Asparaginsäure

• Glutaminsäure

• Glyzin

• Histidin

• Lysin

• Methionin

• Prolin

• Serin

• Tyrosin

Aber auch die mineralische Zusammensetzung ist interes­sant:

• Eisen 44,0 mg/1

• Kalzium 18,6 mg/1

• Kaliumkarbonat 31,4 mg/1

• Magnesium 3,1 mg/1

• Mangan 4,5 mg/1

• Sodium 12,7 mg/1

• Zink 1,7 mg/1

Die Aloe enthält also gerade jene Stoffe, die für die Funktion des Immunsystems unerlässlich sind und es stär­ken. In älteren Darstellungen der Aloe vera kann man immer wieder lesen, dass ihr Hauptwirkstoff das Aloin, ein anthrachinonisches Glykosid, sei. Dies stimmt für die frü­here Verarbeitung des Saftes. Man ließ ihn aus den abge­schnittenen Blättern austropfen und in Kupferkesseln so weit einkochen, dass eine Probe beim Erkalten erstarrte. Dabei entstand eine undurchsichtige, braune Masse, die mit vielen kleinen Aloin-Kristallen durchsetzt war (Aloe hepatica). Bei längerem Verdampfen bildete sich eine ebenfalls braune, aber durchsichtige, nicht kristalline Mas­se (Aloe lucida). Nach alten Rezepten soll sich ein Teil in zwei Teilen kochendem Wasser lösen. Um das Harz zu bekommen, musste man die Masse bis zum Gefrierpunkt abkühlen und dann nach der Lösung des Harzes wieder eindampfen, damit man das Extractum Ahes bekam. Dies zu einem Teil mit fünf Teilen Alkohol gelöst galt als die Tinctura Ahes, die in der Homöopathie angewendet wur­de. Sie enthielt immer noch, neben sehr geringen Mengen ätherischer Öle, das bittere Aloin als Hauptwirkstoff. Die Tinctura Ahes wurde hauptsächlich als Abführmittel be­nutzt. Beim frischen und reinen Saft der Aloe vera Pflanze ist das anders: Er kann ohne die bei der Verdampfung entstehen­de kristalline Aloin-Bildung vielfältig verwendet werden.